Venner Mühle
Dorfmuseum, Mühlentechnik und Mühleninsel
Die Veranstaltungsübersicht für das Jahr 2012
Der Mühlenkotten rückt näher!!!
40.000.- € von der Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land zugesagt
Der Heimat- und Wanderverein Venne e.V. hat in diesen Tagen erneut eine sehr gute Nachricht erhalten.
Mitten in die Vorbereitungen für die Jahreshauptversammlung am 22.03.2012 (wir werden gesondert berichten) erreichte den Vorstand ein Brief der Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land. Wie der Koordinator für den Aufbau des Mühlenkottens Reinhard Wolff berichtet, enthielt diese Brief die feste Zusage auf weitere 40.000.- € zum Aufbau des Kottens. „Damit sind wir wieder ein großes Stück näher an der Realisierung unseres Traums – des Mühlenkottens auf der Venner Mühleninsel!!!“ freute sich der Vorstand des Heimat- und Wandervereins Venne und dankte der Stiftung für ihre großzügige Unterstützung.
Der für dieses Jahr geplante Baubeginn rückt damit in greifbare Nähe.
Geschichtliches
Die Wassermühle entstand im frühen Mittelalter als Mühle des Meyerhofes zu Venne. Die urkundliche Ersterwähnung erfolgte 1074/81, als der Edelherr Folker seine Venner Besitztümer dem Osnabrücker Bischof Benno II schenkte. Im Jahre 1240 gehörte die Mühle zum bischöflichen Tafelgut, dem alte Verpachtungs- und Verpfändungserlöse zuflossen. Sie galt als landesherrliche Mühle und wurde samt ihrer Privilegien vom Domkapitel verpachtet.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg um 1667 wird der Mühlenbetrieb als „gänzlich darniedergelegen“ bezeichnet, 1725 wurde das eingeschossige Mühlengebäude wieder errichtet. Vier Jahre später verpachtete das Domkapitel die Dominialmühle an den Kaufmann Linnenschmldt dessen Erben den Mühlenbetrieb fortsetzten. Im Jahre 1845 erwarb Johann Linnenschmidt die Wasermühle für 4083 Reichstaler. Anfang des 20. Jahrhunderts stockte sein Nachfolger das Gebäude auf. 1954 erfolgte der Anbau des Wohnhauses. Bis 1981 bewirtschafteten Pächter das Mühlenanwesen. Der Heimat- und Wanderverein Venne e. V. restaurierte ab 1985 das Gebäude und reaktivierte die Mühlentechnik mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde Ostercappeln.
Übrigens blickt das Gasthaus Linnenschmidt auf eine 400-jährige Geschichte zurück. In der Hauschronik wird von indianisch gebratenen Hühnern, eigenem Kornbrand und der Auswanderung nach Amerika berichtet.
Mühlentechnik
Durch ein ausgeklügeltes teichähnliches Gräftensystem fließt der Venner Mühlenbach zur Wassermühle. Im 19. Jahrhundert bildeten zwei oberschlächtige, etwa 2,7 m hohe Wasserräder die Kraftquelle für die Mühlenwerke. Die Wasserräder wurden 1924 ausgebaut und durch eine Francis-Wasser-Turbine ersetzt. Bei Wassermangel übernahm seit 1935 ein Deutz-Diesel-Motor bzw. ein Elektro-Motor den Antrieb. lm Gebäude sind neben verschiedenen Transmissionen die funktionstüchtigen Mahlgänge der Mahl- bzw. Schrotmühlen zu sehen.
Freizeitmüller erklären gern wie das Kornschroten mittels der Mahlsteine funktioniert.
Dorfmu(h)seum
Ein rustikales Museum in dem man etwas über die Dorfgeschichte erfährt und Exponate das bäuerliche Leben rund um Herd, Haus und Hof veranschaulichen. Spaten und Torfsoden veranschaulichen die Arbeit im Venner Moor.
Eine Sonderausstellung ist der Kuh gewidmet. Über 200 Kuhobjekte aus aller Welt warten auf Besucher.
Mühleninsel
Zu Fuß auf dem Arminiusweg, per Rad auf der DiVa-Tour oder auf der Garten-Tour zieht der malerische Ort erholungssuchende Besucher an. Sie alle finden hier etwas. Besonderes typische Fachwerkgebäude und gesellige Veranstaltungen vom Folkfrühlig bis zum Erntedankfest. Knuspriges Steinofenbrot, leckerer Butterkuchen und wärmende Mühlentropfen werden im „Pferdestall' serviert. Rustikal wirken der Ziehbrunnen und der große Grillplatz. In den Remisen veranschaulichen landwirtschaftliche Maschinen und Gerätschaften die Arbeitsweise der vergangenen Jahrzehnte. Eine Holzbrücke führt zur Bleichhütte, die einst zum Gebäudebestand des Hofes Düsterberg gehörte.
Backhaus
Das aus dem Jahre 1694 stammende Gebäude wurde 1991 vom Hof Tiemann in Darpvenne auf die Mühleninsel umgesetzt. Es handelt sich um einen Fachwerkständerbau mit vorkragendem Giebel über Konsolknaggen. Der Backofenanbau wurde nach ortsüblichern Vorbildern rekonstruiert.
An den Backtagen wird der alte Steinofen mit Holz angeheizt. Nachdem das Holz verbrannt und die heiße Glut entfernt wurde, werden bis zu 35 Brotlaibe in den Ofen geschoben. Vom Duft des Venner Mühlenbrotes läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Das knusprige Steinofenbrot wird im historischen Backhaus serviert.
Dorfschmiede
Die Dorfschmiede zu Venne wurde 2001 nach einem örtlichen Vorbild auf der Mühleninsel errichtet. Früher gehörte es zu den Hauptaufgaben der Schmieden, Pferde zu beschlagen und zusammen mit den Stellmachereien die Ackerwagen herzustellen. Auch heute noch werden solche Arbeiten durch einen ortsansässigen Schmiedegesellen in der Venner Dorfschmiede gezeigt. Viele Handwerksgeräte sind hier zusammen mit der alten Venner Kirchenuhr, die hier ihren Platz gefunden hat, zu besichtigen.
Erleben und Entdecken
| Varusschlacht Museum und Park Venner Str. 69, Kalkriese |
| Trauung in der historischen Wassermühle oder Dorfschmiede |
| Meyerhof, Waffelmuseum Meyer zu Venne |
| Borgwedder Wassermühle, Gut Borgwedde mit Geflügelhaus |
| Stüven Mühle am Mühlenkamp, Fachwerkspeicher und Kalkschachtofen in Venne |
| Krebsburger Wassermühle an der Venner Str. und Krebsburg |
| Folkfrühling am Muttrtag, Mühlentag am Pfingstmontag, Tag des offenen Denkmals, Backtag am Erntedankfest |
| Venner Moorpfad und Fließgewässerlehrpfad |
| Hünensteine in Driehausen/Darpvenne, Dübberort, Felsener Esch, Süntelstein |
| Nordhauser Mühle mit Edelfischzucht |
| Eisenzeitliche Befestigungsanlage "Schnippenburg" in Schwagstorf |
| Saurierspuren in Bad Essen |
| Tuchmachermuseum Bramsche |
Mühlenbetreuungsplan 2011
So finden Sie uns:
Venner Mühle, Osnabrücker Str. 4, 49179 Venne
Öffnungszeiten: Sonntag 11:00-17:00 Uhr (Mai bis September und nach Absprache)
Cafe Perdestall Mai - September sonntags von 14 bis 17 Uhr
Telefon: 05476 1272, Führungen: 462